BC 001 – Die Gose im Laufe der Zeit

BC 001 – Die Gose im Laufe der Zeit

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Shownotes

Die Geschichte der Gose über die Jahrhunderte. Das Weizenbier und seine Mythen beleuchtet in 4 Stationen.

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Rezepte

(Frehmten) Bestekrug

Stammwürze: 15° Plato
Bittere: 17 IBU
Alkohol: 6.5 %
Maischetemperatur: 65°C
Würzekochdauer: 120 Minuten

Malz:
92% Böhmische Weizen Tennenmalz (Weyermann)
8% Dinkelspelzen

Hopfen:
Hallertau oder Saaz (120 Minuten  kochen)

Wasser:
Wasserwerte des Fluß Gose (in mg/l):
(Calcium: 20, Magnesium: 6, Natrium: 28, Sulfat: 22, Chlorid: 45, Bicarbonat: 60)

Nach dem Kochen durch einen Filter, gefüllt mit Fichtenzweigen, lassen. Für einen eher zitrusartigen Charakter jüngere Zweige benutzen, für einen harzigeren ältere Zweige.
Die Hefeauswahl ist ein kompliziertes Thema, da die Goslarsche Gose “spontan” vergoren wurde. Es wurde sich auf die Hefen, welche in den hölzernen Bottichen oder im Keller sich eingenistet haben, verlassen.
Da die Hefe Trocknung gut übersteht und im Holz überlebt sollten norwegische Kveiks eine gute Annäherung sein. Kommerziell ist Sigmund’s Voss Kveik von Yeast Bay erhältlich.
Ein alternativer Weg wäre die Gose immer wieder in einem hölzernen Bottich “spontan” vergären zu lassen und so eine lokale Mikroflora einzuladen. Ein weiterer Weg wäre in Goslar wilde Hefen einzufangen und diese für das Bier zu verwenden.

Nach dem Kochen und Abkühlen die Gose für 24-48 Stunden offen vergären lassen. Danach im Fermenter für 2-3 Wochen unter Ausschluss von Sauerstoff ausgären lassen. Das Bier ist nun trinkfertig und wurde früher direkt ohne Spundung aus dem Fass ausgeschenkt. Diese Gose würde man als Beste Krug oder auch Vierpfannenbier bezeichnen und beschreibt die beste Qualität der Goslarschen Gose. Um nun etwas ganz besonderes aus dem Bestekrug zu machen kann man unter Zugabe von Zimt und Wermut einen Frehmtenbestekrug herstellen. Dafür stellt man einen alkoholischen Auszug aus Wermut und Zimt her. Vorsicht ist mit dem Wermut geboten er ist sehr potent im Geschmack und in der Bittere, 5 ml der Essenz reichen schon aus. Mit dem Zimt kann man etwas lockerer umgehen und 30-50 ml Zimtessenz hinzugeben. Am besten ist es sich hierbei vom eigenen Geschmack leiten zu lassen und vorher im kleinen Maßstab auszuprobieren. Normalerweise wurde auch dieses direkt vom Fass getrunken, es gab aber auch Berichte über eine Abfüllung in Steinkrüge um es zu karboniseren.


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